Schlechte Neuigkeiten für das Berliner Partypublikum. Ab 2016 plant die Stadt Berlin neue Verodnungen was „Veranstaltungslärm“ angeht.

Öffentliche Musikveranstaltungen sorgen immer wieder für Beschwerden von Anwohnern. In einigen Fällen ist das sicher berechtigt, in anderen sind es auch gerne mal Menschen im fortgeschrittenen Alter, die scheinbar nichts anderes zu tun haben, als mit einem Kissen unter dem Ellbogen im Fenster zu lehnen und ihre letzten Gehörkräfte darauf zu verwenden mögliche Störgeräusche in einem 10km Umkreis auszumachen. Gerne sind es auch Neuberliner, die in die Nähe von bestehenden musikalischen Einrichtungen ziehen, um sich dann darüber aufzuregen, dass es so furchtbar laut in der Nachbarschaft ist.

Die Stadt Berlin möchte nun eingreifen – ab 2016 gilt offiziell die Nachtruhe von 22-6 Uhr, in der ein Geräuschpegel von 55 Dezibel erlaubt ist. Das ist ungefähr so laut wie ein Gespräch zwischen zwei Menschen – sprich, Zimmerlautstärke. Tagsüber darf bis auf 70 Dezibel aufgedreht werden – immerhin so laut wie ein Rasenmäher. Ebenso werden erstmals tieffrequente Geräusche gemessen, was insbesondere basslastige Veranstaltungen betreffen dürfte. Inwiefern diese Reglung in Berlin tatsächlich umsetzbar ist, bleibt abzuwarten.

Auf unserer Berlin ist Techno FB Seite kommentierte der User Alexander Schug die Entwicklung so: „Ganz einfaches Prinzip, die neuen Verordnungen sind so lächerlich hart, dass ein Großteil der Menschen in Berlin dagegen verstoßen werden, somit können mehr Strafen ausgesprochen werden, die am Ende zu mehr Strafgeld führen und man siehe, TADAAA, wieder dreht sich alles nur ums Geld, Berlin ist pleite und dies ist einer von vielen Wegen, dies in korrupter Art und Weise zu korrigieren…. Ähnliches ist auch zu erkennen bei Radarfallen 🙁 „

Traurige Wahrheit oder vernünftiger Anwohnerschutz?

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