Viele werden sich erinnern, dass der beliebte Künstler Ten Walls Anfang Juni einen homophoben Post auf seiner Facebook Seite veröffentlichte. Laut Übersetzungen habe er dort Homosexuelle als „andere Rasse“ bezeichnet, die in den 90ern noch „repariert“ wurden. Ebenso berichtete die Groove, dass Ten Walls dort Homosexualität mit Pedophilie und katholischen Priestern verglichen haben soll, die in Irland Kinder verführen würden.

Der Post zog große Bestürzung auf sich: seine deutsche Künstleragentur kündigte ihm die Zusammenarbeit, mehrere Festivals und Clubs sagten seine Gigs ab und internationale DJs löschten ihre Ten Walls Collection von der Festplatte. Ten Walls selbst zog daraus die Konsequenz, vorerst alle seine Auftritte auf Eis zu legen und sich Zeit für sich zu nehmen.

Mal ehrlich, wer so einen Post schreibt, der meint das ganze am nächsten Tag auch immernoch so… oder? Seine Entschuldigungsversuche à la „das war nicht so gemeint“ konnte man daher nicht wirklich ernst nehmen.

Rein zufällig ist nun seine neue weichgespülte Platte „Shining“ eine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Transgender Singer Alex Radford. Kooperiert wurde mit der National LGBT Rights Organization LGL, auf deren Seite der Track als erstes zu hören war. Das Ganze ist wohl als musikalischer Entschuldigungsversuch zu verstehen.

Wie seht ihr das? Ernstgemeinte Entschuldigung oder reine PR Aktion?

 

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