Techno bis tief ins Knochenmark

Erlebt man Thomas Hoffknecht live an seiner Maschinerie, so scheint er mit den Decks beinahe verwachsen. Seine schiebenden und kraftvollen Sets pulsieren förmlich unter seinen Händen und reißen mit in die Tiefen der Nacht. Der Hamburger drückt einen Techno durch die Boxen, der keine Ausreden kennt. Auf Labels wie Micro.Fon oder auch Unknown Territory finden sich seine darken und pressenden Studiogeburten, die in den Clubs sowie den Szenemagazinen gleichermaßen auf Anerkennung treffen. In Berlin ist er nun immer öfter zu sehen und hören, Zeit mit dem Hamburger Jung zu sprechen und über anstehende Pläne, sein ungewöhnliches Setup und Verbindung zu Berlin zu sprechen.

Ab welchem Zeitpunkt hast du dich entschieden Techno aufzulegen? Gab es einen bestimmten Auslöser?

Ich produziere und lege Techno auf seit 2012. Vorher hab ich eine gute zeitlang Minimal Tech produziert sowie aufgelegt und das auch teilweise sehr erfolgreich. Doch in meiner Entwicklung war ich noch lange nicht da, wo ich sein wollte und die Minimal Szene hat sich verändert, sprich der style wurde mir (vorsichtig ausgedrückt!) zu kindisch und progressiv. Ich kann mich im Technobereich einfach mehr ausleben und austoben, was Ideen angeht.

Spielst du grundsätzlich lieber auf Open Airs  oder  eher im Club? Warum?

Klare Antwort: Club! Open Airs machen auch Spaß und Laune, aber es gibt für mich mehr Feeling und antrieb im Club oder Off Locations 🙂

Mit welchem DJ würdest du gerne B2B auflegen?

Ganz ehrliche Antwort – eigentlich mit niemandem, da ich beim auflegen so viele Ideen bekomme. Die setze ich direkt um und eigentlich finde ich dort keinen Platz für andere. Finde es auch etwas langweilig… andersrum könnte ich mir aber gut vorstellen, dass es mit Künstlern wie Speedy J, Alex Bau  oder Drumcell interessant werden könnte…

Du hast bei Deiner letzten Veröffentlichung einen Repaint von Alex Bau an Bord gehabt. Kann man hier noch mehr erwarten?

Oh ja… weitere EPs folgen mit großartigen Remixern wie Kyle Geiger, Hans Bouffmyhre und Developer. Meine aktuelle EP auf Unknown Territory beinhaltet einen sehr guten remix von Subjected. Desweiteren werden DJ Emerson und ich zusammen ein Album produzieren, worauf ich mich schon sehr freue.

Wie beginnst du deinen Tag im Studio? Welche Tools nutzt Du besonders gern?

Ich beginne mein Tag im Studio mit dem anhören von angefangen Projekten von den vorherigen Tagen. Ich nutze die Maschine 2 mit selbst zusammengestellten Samples und die Roland TR-8 sowie die TB-3 sehr gerne.

Und was machst Du bei kreativen Blockaden?

Fifa 16 spielen… hahahaha. Meistens gehe ich dann bei Beatport shoppen oder höre mir live Mitschnitte von anderen Künstlern an. Oder gehe selber feiern und unternehme einfach mal was ganz anderes um den Kopf frei zu bekommen.

Welches Equipment nutzt du eigentlich am beim Auflegen oder muss man eher live Act sagen?

Das ist eine gute Frage, mein Equipment beim Auflegen besteht aus: 2x A&H K2 Controllern,
A&H Xone92 Mixer und der Roland TR-8 (ab und an nehme ich die TB-3 mit dazu).

Ich nutze die Traktor Software und spiele mit 4 Decks. Kann man das als live Act betiteln, wenn man eigentlich nur mit Loops, Samples und Effekten arbeitet? Kann man sich drüber streiten. Ich werde aber als Thope ( Mein Pseudonym auf Alex Bau  Imprint „CREDO“) ein offizielles live Set zusammenstellen und auch als Thope *live auch auftreten.. wie dort mein Setup aussehen wird, wird sich noch zeigen 🙂

Du hast in Berlin unter anderem in der Magda aufgelegt – wohin verschlägt es Dich privat wenn Du in Berlin unterwegs bist?

Der Arena Club ist eine ziemliche coole Auswahl, sowie das Berghain natürlich.

Was steht bei Dir in den nächsten Monaten so an?

Ich arbeite an Thope live und an einer EP für CREDO (Label von Alex Bau). Weitere EPs als Thomas Hoffknecht folgen auf micro.fon, non linear system und weiteren Labels. Dann natürlich das gemeinsame Album mit DJ Emerson. Weitere schöne Gigs wie im Lehmann / Stuttgart , PAL / Hamburg, Schacht / Aachen und internationalen Clubs stehen ebenso an.

Und zum Schluss: Fischbrötchen oder Currywurst?

Ganz klar: Döner 😉

 


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