Bei Ramiro Lopez hat sich seit unserem letzten Interview  einiges getan. Der DJ und Produzent aus Spanien mit klarer Liebe für Techno tourte nicht nur durch die ganze Welt, sondern hat auch noch sein eigenes Label ins Leben gerufen. Mit Veröffentlichungen auf Labels wie Carl Cox Intec oder Terminal M zählt er mittlerweile zu den aufstrebenden Artists am Techno Firmament, der nicht nur in Europa sondern mittlerweile auch Süd-Amerika und den USA eine riesige Fanbase hat. Ganz aktuell hat er für die neue Live-Podcast Serie RISE von Torsten Kanzler einen wahnsinnig treibenden Mix hervorgeholt. Wir haben mit Ramiro gesprochen.


Das Jahr hat beinahe gerade erst begonnen, wie lief es bisher für Dich?
Es war wirklich fantastisch bis hierher. Ich startete das Jahr auf dem BPM Festival, auf welchem ich eine gute Zeit hatte, fern ab von den schrecklichen Vorkommnissen vor Ort. Ebenfalls habe ich schon eine Reihe spannender Gigs gehabt und auch viel Zeit im Studio verbracht. Ich bin derzeit höchstmotiviert und inspiriert, so kann ein Jahr beginnen.


Du hast für die RISE Podcast Serie von Torsten Kanzler gerade einen Livemitschnitt von Deinem Gig in der mittlerweile geschlossenen Magda präsentiert. Erinnerst Du Dich noch an die Nacht?


Ich bin so traurig, dass die Magdalena geschlossen ist. Hoffentlich finden sie einen Weg den Club wieder zu öffnen und weiterzumachen. Die Location hat einfach einen unfassbaren Sound und schönen industriellen Charme. Ich habe nur gute Erinnerungen an die Nacht, in welcher Torsten Kanzler Geburtstag gefeiert hat. Artists wie Roberto Capuano haben aufgelegt und es war unbeschreiblich und voller Techno!


Du hast insgesamt in ganz verschiedenen Locations in Berlin über die Jahre aufgelegt. Hast während Deiner Aufenthalte auch Zeit für die City selbst gefunden?
Aber na klar, und ich muss sagen, ich liebe Berlin. Man findet überall so eine unbeschreibliche Energie. Einige Freunde von mir leben hier und haben mir ein paar coole und außergewöhnliche Orte gezeigt, nicht nur die üblichen Touri-Spots. Der Support den hier die Szene erhält, sollte wirklich ein Beispiel für andere Städte sein.


Auf Labels wie Drumcode, Suara und Phobic hattest Du in letzter Zeit Releases, was steht als nächstes an?
Ich habe eine neue EP auf meinem Label Odd Recordings mit dem Namen “Feel It“, die bisher nur gutes Feedback bekommen hat. Freue mich daher sehr auf die Veröffentlichung. Ansonsten steht mein Fokus ganz auf der kommenden Solo EP für Drumcode. Ich bin sehr aufgeregt, da damit ein großer Traum von mir in Erfüllung geht.


Kannst Du uns noch ein wenig über Dein Label odd recordings verraten? Was ist die Idee dahinter?
Es ist ein Projekt von meinem guten Freund Arjun Vagale und mir. Die Idee hatten wir schon vor Jahren und haben diese nun endlich umgesetzt. Wir sind sehr glücklich über das bisherige Feedback auf das Label. Wir arbeiten daran so viel und gut es geht. Neben den Veröffentlichungen haben wir auch zweiwöchentlich unseren oddcast, der exklusive Sets von spannenden Artists und uns selbst präsentiert. Darüber hinaus versuchen wir Showcases auf der ganzen Welt umzusetzen. Die erste Tour wird jetzt im März in Indien stattfinden. Wir spielen dann in mehreren Städten wie Delhi und Mumbai.


Das hört sich nach einer Menge Arbeit an. Was treibst Du sonst noch in 2017?
Ich habe das Gefühl, dieses Jahr wird das bisher beste in meiner Laufbahn. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie sich odd recordings entwickelt und freue mich sehr auf das Drumcode Release. Hier gibt es bereits große Erwartungen. Ebenfalls werde ich viel Zeit im Studio verbringen. Vielleicht werde ich anfangen an einem Album zu arbeiten, aber damit will ich nicht hetzen. Natürlich freue ich mich auch auf eine Vielzahl von Gigs in den verschiedensten Ländern. Ich liebe es einfach zu reisen, neue Leute kennenzulernen und sie zum Tanzen zu bringen. 



http://ramirolopez.es

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