Schon ein wenig her, dass wir Matchy & Bott auf dem Radar hatten, um über ihre damalige EP ‚Two Minds‘ zu berichten. Nun stehen bei ihnen nicht nur einige neue Releases an sondern auch gleich zwei frische Podcasts auf internationalen Blogs. Da die zwei Herren des Öfteren auch in Berlin die Spree und das bunte Nachtleben genießen, haben wir uns für einen kurzen Talk zusammengefunden. Warum es Matchy & Bott noch mehr in Richtung Techno zieht und weshalb die Jungs schon so oft auf Katermukke veröffentlicht haben lest ihr hier.

 


Matchy & Bott – Charaktere können kaum unterschiedlicher sein. Wie rauft ihr euch dennoch zusammen?

Wir sehen das nicht als Nachteil, sondern eher positiv – denn genau diese Unterschiede zeichnen uns auch aus, prägen die Vielfalt des Matchy & Bott Sound und tragen zum kreativen Prozess bei. Vor allem die Dynamik die daraus entsteht, sei es im Studio oder live im Club macht uns selbst und allem Anschein auch dem Publikum unheimlich viel Spaß.


Ihr habt gerade einige Releases in der Pipeline – was steht bei euch an?

Wir sind dieses Jahr mit einem Remix für Ron Flatter mit unserer mittlerweile dann siebten Veröffentlichung bzw. schon 10. Track auf Katermukke zurück. Das muss natürlich gefeiert werden, daher ist auch schon ein kleiner Video-Dreh in Planung – in dieser Form Premiere für uns, was aber doch zu diesem Anlass ganz schön passt. Das Katermukke Label ist schon ein kleiner Heimathafen für uns und wir freuen uns rückblickend so viele Tracks und Remixes auf dem Label zur Welt gebracht zu haben.

Außerdem sind wir mit dem Track „Battle Boii“ wieder auf Oliver Koletzki‘s Schneeweiß Compilation 7 auf Stil vor Talent, nachdem wir bereits bei der fünften einen Track unterbringen konnten.

Aber auch international stehen z.B. Veröffentlichungen auf Glasgow Underground an und wir sind wieder fleißig im Studio, um unseren „neuen Sound“ voranzutreiben. Mit weiteren internationalen Labels stehen wir schon in Kontakt. Wer unsere musikalische Entwicklung seit 2013 mitverfolgt hat, wird feststellen, dass sowohl unsere Sets als auch unsere Produktionen wesentlich härter beziehungsweise technoider aber nichtsdestotrotz auch melodisch geworden sind.


Die Menge der Veröffentlichungen und Qualität der Labels hört sich nach straffer Arbeit im Studio an. Wie kommt ihr zu so gutem Workflow
?

Dass wir nicht aus der gleichen Stadt kommen, erschwert die Arbeit zwar zunächst einmal, trotzdem versuchen wir möglich jede Möglichkeit zu nutzen, um weiter an neuen Produktionen zu tüfteln, das kann dann auch gerne mal, an statt im Studio, im Hotel vor Gigs oder sogar auch im Zug/Auto/Flugzeug sein- MacBook und Midi-Keyboard sind eigentlich immer mit dabei.


Wie geht ihr im Allgemeinen an einen Track?

Meist planlos um ehrlich zu sein. Wir legen einfach los, testen ein paar Synths, spielen Melodien etc. ein und nach und nach entsteht so ein Track indem wir das behalten, was uns beiden gefällt. Wir haben da kein festes Schema oder typischen Ablauf. Alles entsteht aus dem Moment und wir lassen uns einfach vollkommen treiben, das macht es bei uns auch irgendwie aus, wir setzen uns da ungern Limitierungen.


Euer Sound hat sich im Laufe der letzten Zeit und unseres letzten Features zu eurer EP ein wenig gewandelt. Was macht für euch gerade der Matchy & Bott Sound aus?

Obwohl sich unser Sound zwar zu unseren Anfängen gewandelt hat, gibt es wohl doch Wiedererkennungswerte, unabhängig davon ob jetzt Deep-, Tech-House oder Techno – haben wir zumindest schon öfters von Leuten so mal gehört. Die Seele von Matchy & Bott wird man wohl immer raushören, aber natürlich entwickelt man sich mit der Zeit, ist von neuen Dingen inspiriert und möchte auch Neues entdecken.


Gibt es bestimmte Synths oder Tools die ihr dafür im Studio einsetzt?

Zurzeit arbeiten wir ganz gerne mit Diva, da das klanglich sehr gut zu melodischem Techno passt. Aber ansonsten kommt es gar nicht so auf ein bestimmtes Tool an. Vielmehr versuchen wir immer das Beste aus den Synths, Drummachines und so weiter rauszuholen was geht.


Ihr habt in Berlin in Clubs wie dem Kater Blau gespielt und habt auch auf dem Katermukke Label soviele Remixe und Tracks veröffentlicht wie kein anderer Künstler. Was reizt euch an Katermukke besonders?

Wir hatten das große Glück, dass wir direkt unsere zweite EP als Matchy & Bott auf Katermukke signen konnten und seit dem auch regelmäßig mit Originalen und Remixen mit dabei sind – vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an unseren „Kater-Daddy“ Dirty Doering, Sascha Cawa und Hannes, dass wir so herzlich aufgenommen wurden. Die ganze Crew ist sehr familiär und gemeinsame Events wie z.B. die Katermukke-Stage bei Sonne Mond Sterne ganz besondere Momente.


Welche Ziele steuert ihr in Berlin fernab der Clubwelt an, wenn die Sonne rauskommt?

Wir sind sonst ganz gerne mal in Friedrichshain unterwegs oder in der Simon-Dach-Str. essen. Aber sich bei sonnigem Wetter einfach mal an die Spree setzen, steht auch weit oben auf der Liste. Berlin ist immer wieder Garant, um sich Inspiration zu holen.

 

Comments

comments