Mit seinem Debüt-Album RIMS OF TIME geht Max Dahlhaus keine Kompromisse ein. Jedes der 13 Lieder protzt mit individuellen Merkmalen und einzigartigen Untertönen, sie alle eint jedoch der Hang zur Dramatik, gepaart mit einer gewissen Ironie.

Schließt man beim Hören die Augen und lässt sich auf die massive Produktion ein, merkt man schnell, dass Dahlhaus ein Gesamtkonzept im Kopf gehabt haben muss. Aus dem roten Dunst des ebenfalls von Dahlhaus erschaffenen Artworks tauchen mit Einsetzen der Musik Erinnerungen an epische Filmszenen vor dem inneren Auge auf.

Bei so manchem Titel reicht das bloße Zuhören dann nicht mehr – der Drang inmitten einer wogenden Menschenmasse den harten Betonboden im Berghain weich zu treten nimmt überhand. Dieses Gefühl verfliegt direkt mit dem nächsten Titel und eine Leichtigkeit macht sich breit. Man säße jetzt gerne auf einem Hausdach im Morgenlicht um die Schatten der Nacht aus der Stadt kriechen zu sehen.

Überraschende Brüche im Arrangement lassen gedankliche Wechsel in unterschiedlichste Szenen zu und verbannen trotz des düsteren Untertons des Albums jegliche Tristesse.

Getragen durch ihre facettenreichen Klangbilder begeben sich die 13 Stücke von RIMS OF TIME aus dem gleichem Anlass auf unterschiedliche Reisen. Der Zuhörer kann sich jetzt entscheiden: Möchte er ihre Reise beobachten, oder sich vielleicht doch lieber komplett in den roten Dunst der Geschichten fallen lassen.

Veröffentlicht wird das Album RIMS OF TIME am 13.Januar 2017 auf KODX.

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