Mark Fanciulli ist einer der vielversprechendsten Acts, die sich momentan im großen Meer des Technos tümmeln. Obwohl das junge Talent erst 28 ist, hat er bereits auf den großen Bühnen der Welt gespielt. Seine Tracks erschienen bereits auf populären Labels wie Suara, Defected und Carl Craigs Planet E Label. Am 05.03. spielt der talentierte Technokünstler übrigens bei Revelations im Kosmonaut!

Q: Hey Mark! Fangen wir gleich an. Wann hast du realisiert, dass du gerne Musiker werden möchtest?

A: Ich würde sagen das war so mit 14. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits in Form von Klavierstunden in Kontakt mit Musik gekommen. Es dauerte aber noch bis in meine frühen Jahre als Teenager, bis ich eine echte Leidenschaft dafür entwickelt hatte und darüber nachdachte, eine Karriere im Musikbusiness zu machen.

Q: Hast du Techno schon immer geliebt?

A: Ich war schon immer dieser eine Junge, der bei seinen Freunden schon im jungen Alter wegen seiner Vorliebe für House schräg angeguckt wurde. Als sich mein Geschmack immer weiter entwickelte und ich begann Jeff Mills Mixtapes zu spielen, waren sie am Anfang glaube ich ganz schön verschreckt.

Q: Was magst du an Berlin?

A: Dieses rohe, einzigartige Gefühl der Stadt. Und natürlich die blühende Community, die einen großen Teil der elektronischen Musikszene ausmacht.

Q: Wie verbringst du deine Freizeit?

A: Ich bin ein echter Filmfanatiker, insbesondere Horrorfilme und ausländische Produktionen haben es mir angetan. Gerade gestern erst. Es war cool sich die Oscarverleihungen anzugucken und sich nebenbei zu orientieren, welche von den Filmen ich vielleicht gerne gucken würde. Außerdem lese ich gerne. Gerade habe ich „The Love Dove Generation“ von Billy Bunter gelesen, das von der Szene in London erzählt. Jetzt stecke ich schon wieder mit der Nase im nächsten Buch – „Electrochoc“, eine Biographie über meinen Lieblings-DJ, Laurent Garnier.

Q: Wo spielst du lieber – in Clubs oder auf Festivals?

A: Das ist echt eine schwere Frage… aber wenn ich eins wählen muss, dann sage ich im Club. Gerade die kleineren Läden sorgen für unglaublich emotionale Stimmungen auf dem Floor.

Q: Was war dein größter DJ Moment 2015?

A: Ein Moment, der sich wirklich in mein Gedächtnis eingebrannt hat, war mein Set bei Ministry of Sound letzten Sommer. Ich habe das erste mal dort mit 19 gespielt und es war schon grandios, aber letztes Jahr war definitiv meine beste Erfahrung dort bisher. Ich war auch danach noch stundenlang euphorisiert! Als ich in der Grundschule war, sollten wir malen, als was wir später gerne mal arbeiten würden. Ich habe einen Turntable gemalt.

Q: Genießt du es auch privat noch auf Parties und Festivals zu gehen?

A: Ja, auf jeden Fall. Wenn ich die Chance dazu habe, gehe ich liebend gerne auf Parties und höre mir da die Musik an. So traurig, wie es klingt – manchmal gehe ich auch alleine, damit ich wirklich Zeit habe die Musik zu genießen.

Q: Wie würdest du deinen Musikstil beschreiben, und wie hat er sich verändert?

A: Mein Stil deckt das Spektrum von House zu Techno ab. So beschreibe ich das immer. Manche Nächte halte ich mich an einen bestimmten Style irgendwo dazwischen, aber ich mag es die Grenzen zu verschieben und die Dinge so interessant wie möglich zu machen. Ich begann als Breaks DJ, habe aber immer House geliebt und habe mich ihm irgendwann ganz verschrieben.

Q: Was sind deine Ziele für die Zukunft?

A: Ich will weiterhin Musik veröffentlichen, in der ich mich widerspiegele. Ich will weiterhin für tolle Leute in großartigen Clubs spielen. Ich kann gerade noch nicht so viel verraten, aber ich arbeite gerade an ein paar spannenden Projekten, die ich bald ankündigen werde. Stay tuned.

 

Alles klar! Danke für deine Zeit, Mark. Wir sehen uns am Freitag im Kosmonaut bei REVELATIONS

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