Interview mit BONDI

BONDI

 

Intensive Momentaufnahmen des Nachtlebens

Es gibt diese seltenen Momente, in denen man Musik entdeckt und sofort weiß, dass sie einen länger begleiten wird. Weil sie etwas in einem bewegt, wirklich kickt und etwas Neues mit sich bringt. BONDI aus Berlin machen diese Art von Musik. Der Live-Act steht für einen Sound, der es schafft den Groove und die Power von Effektgeräten und digitaler Technik mit analogen Instrumenten sowie der unverwechselbaren Stimme des Sängers zu vereinen. Langsam aber sicher entwachsen BONDI ihrem Geheimtippstatus und dürften mit ihren kommenden Veröffentlichungen auf Labels wie Well Done auf breite Zuneigung treffen. Bereits in der Vergangenheit haben sie mit ihren Free Tracks wie Fallin‘ (https://soundcloud.com/bondi-music/bondi-fallin) für Aufsehen gesorgt, so dass es eigentlich kein Wunder ist, das der Tourkalender der zwei gut gefüllt ist und ihre Tracks in die Playlists von Szenegrößen wie Claptone finden. Mit BONDI, genauer gesagt Daniel Archut & Alexander Schug, haben wir über Ihren einzigartigen Sound, Berlin und verschwitzte Clubnächte und sonnige Festivals gesprochen.

 

Ihr verbindet Live-Elemente wie Gitarre und Gesang mit Sequencer und Synthies. Wie reagieren die Leute im Club, die vorher nur zur Musik des DJs getanzt haben?
Daniel: Wir haben häufig die Erfahrung gemacht, dass der Aufwand wertgeschätzt wird und sich die Leute auch sehr positiv zur Stimme im Clubbereich äußern. Gitarre und Synthies sind auf der Bühne natürlich auch schön anzusehen. Wir finden es toll, wenn man die Grenze zwischen Club- und Livemusik ein wenig verschieben kann.

Alex: Man muss die meisten BONDI-Produktionen als Fusion zwischen trippiger, rollender Club-Musik und Elementen aus verschiedenen anderen Genres sehen. Somit reagieren die Leute eigentlich immer sehr gut darauf. Denn sie können weiter abtrippen und haben zusätzlich noch die Abwechslung, live Gitarre und Gesang sowie Synthies zu genießen und erkennen dies gerne als Highlight für den Abend an.

 

Inwiefern inspiriert euch Berlin als Stadt in eurer Arbeit im Studio?
Daniel: Der Wohlfühlfaktor ist sehr wichtig für den kreativen Arbeitsprozess im Studio und daher ist es natürlich toll, in seiner Heimatstadt zu wohnen. Die große kulturelle Vielfalt wird wahrscheinlich auch unterbewusst in unseren Produktionen verarbeitet. Richtig wertzuschätzen lernt man das als gebürtiger Berliner erst, wenn man mal eine längere Zeit weg war. Die größte Inspiration liegt meiner Meinung nach in dem großen Netzwerk aller Kreativschaffenden hier in Berlin. Man lernt wirklich regelmäßig neue interessante und inspirierende Persönlichkeiten kennen.

Alex: Als gebürtiger Berliner ist meine Heimatstadt mit all seinen Erinnerungen und Geschichten die mein Leben dort schrieb bis jetzt immer schon eine inspirierende Quelle gewesen.

 

Wie entspannt ihr euch in Berlin nach einem langen Wochenende?
Daniel: Eine Serie durchsuchten, Freunde einladen oder gleich wieder ins Studio, um die neu gewonnenen Ideen einzufangen.

Alex: Zu Hause vorm Fernseher mit ner Bestellung vom Chinesen.

 

Ihr legt neben dem Projekt BONDI auch als DJs auf – welche Erfahrungen fließen davon in den Live Act ein?
Daniel: BONDI spielt sich momentan hauptsächlich im elektronischen Clubbereich ab. Alex und ich teilen die Leidenschaft für die Musikrichtung und Szene, die sich dahinter verbirgt. Unsere Entstehungsgeschichte fand ihren Ursprung auch in einem Club während des Auflegens. Die Erfahrungen als DJ spielen daher eine bedeutende Rolle.

Alex: Sehr viele, denn das Lebensgefühl eines „Ravers“ spielt bei BONDI eine große Rolle. Ich bezeichne sie gerne als moderne Hippie-Bewegung. Wenn man Auflegt und diese transzendentale Erfahrung teilt mit dem Publikum, ist es auch genau dieses Gefühl, welches man bei seinen Produktionen mit einbauen möchte.

 

Was läuft bei euch derzeit im Player zu Hause, wenn ihr mal nicht im Club auftretet bzw. auflegt?
Daniel: Zur Zeit viel Abby, Moderat, Phoenix und The National.

Alex: Häufig Soul-Music ansonsten eigentlich nur Club-Musik wie von Miguel Bastida, Metodi Hristov oder German Brigante als ein paar Beispiele.

 

Derzeit liegen einige neue Releases bei euch an. Welchen Sound können wir erwarten?
Daniel: Das lässt sich immer schwer in Worte fassen, am besten ab und zu mal auf unserem Soundcloudprofil vorbeischauen 😉

Alex: BONDI 2016 wird vielfältiger aber in seinen Hauptproduktionen auch Technoider. Erwarten können wir, Club-Musik gepaart mit Soul-Musik.

 

Gibt es einen Club oder Festival das ihr im Laufe der letzten Zeit ganz besonders in Herz geschlossen habt?
Daniel: Die Wilde Möhre war letztes Jahr wunderschön, aber auch das 3000° Festival. Fällt mir gerade schwer mich zu entscheiden 🙂

Alex: Das Wilde Möhre Festival war für mich letztes Jahr ein tolles Erlebnis.

 

Worauf freut ihr euch in 2016 momentan am Meisten?
Daniel: Auf den Sommer mit vielen schönen Auftritten unter freien Himmel. Das Because We Are Friends Festival wird glaube ich ein Highlight.

Alex: Auf das Helene Beach Festival.
BONDI – Artist Portrait – https://youtu.be/bxtrP_awpI8

 

www.facebook.com/bondi.live

Booking: booking(at)welldone-music.com

 

 

BONDI live

17 März           Salon Zur Wilden Renate Berlin

19 März           Rummelsbucht           Berlin

27 März           Birgit & Bier    Berlin

01 April           Alle Tanzen    Hildesheim

23 April           Beatfreak         Berlin

 

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