Interview mit Techno Frühstück

Techno Frühstück

Der Sound von Techno Frühstück besteht aus melodischem Techno, verfeinert mit einem groovig, pushenden Bass und deepen, analogen Klangwelten. Einige Clubs, wie Kater, Sisyphos und Ritter Butzke in Berlin, Kasette in Istanbul, Skullbar in Athen und Dhow in Rabat füllen vielversprechend ihre Biographie. Gegründet wurde Techno Frühstück ursprünglich von Daniel und Jonas im Jahr 2012. Jonas trägt auch heute noch musikalisch zu den Produktionen von Techno Frühstück bei. Auch Julian Mandernach und Lisa Stöckens unterstützen das Projekt musikalisch und sorgen für Vielfalt und Abwechslung bei den Tracks.

Zurzeit ist das musikalische Duo bestehend aus Daniel & Felix räumlich getrennt, da Felix beruflich in Athen unterwegs ist. Doch das ist in keiner Weise hinderlich für das gemeinsame Projekt. Daniel vertritt Techno Frühstück in Berlin und Felix repräsentiert die gemeinsame Arbeit in Athen. Wir haben mit Techno Frühstück gesprochen.

 

Ihr habt euch in Berlin kennengelernt. Wie und wo eigentlich?

Es war Sonntagmorgen und Felix war mit mobilem Soundsystem mit einem Haufen Übriggebliebener unterwegs. Wir waren irgendwo am Kotti, als der durchgefeierte Daniel zufällig auf uns traf. Ein paar Bier später war eigentlich alles klar.

 

Der Sommer steht vor der Tür – in welchen Berliner Parks trifft  man euch derzeit häufiger an? Was würdet ihr für einen SonntagsChillout empfehlen?

Na die Hasenheide ist immer eine gute Option. Direkt um die Ecke und es gibt immer einen Kindergeburtstag zum Mitfeiern!

Wohin entführt ihr Freunde, die euch in Berlin besuchen. Gut Essen? Gut Tanzen? 

Meistens ist nie soviel Zeit wie es gutes Essen gibt, aber am Ende wollen sie doch alle Currywurst! Und wenn sie genug davon haben, dann entführen wir auch gerne mal in unser Wohnzimmer und kochen für sie.

Mit dem letzten Liveset aus dem Ritter Butzke spürt man förmlich den Vibe des Morgens? Wie geht ihr an so ein Set? 

Entweder die Nacht mitfeiern, oder gerade frisch aufstehen. Vor dem Set in der Butzke gab es ein großes Frühstück bei Daniel mit allen die Lust hatten – und es tatsächlich geschafft haben zu der Uhrzeit aufzutauchen. Dann gings gemeinsam in die Butzke. Als dann noch entgegen dem Wetterbericht die Sonne rauskam, haben wir spontan das Set vom Ölfasslager nach draußen in die halboffene Hütte verlegt. War echt eine Wahnsinns Afterhours.

 

Euer aktuelles Release Bergwerk scheint auf dem Label Twin Town – was steht sonst so an Produktionen an?

Es stehen gerade einige Tracks bereit und werden über das Jahr hinweg released. Die meisten Sachen werden, wie Bergwerk, auf unserem Homelabel Twin Town erscheinen. Musikalisch werden die neuen Releases melodischer, darker und technoider. Dahin hat Bergwerk schon eine schöne Brücke geschlagen.

 

Du Daniel bist ja nicht nur in der Musik verhaftet sondern auch noch recht intensiv mit Physik auf gutem Fuss. Wie passt das eigentlich zusammen?

Naja, am Ende geht’s doch bei beidem um Wellen. Und von denen hab ich jetzt durch meine Spezialisierung auf Quantenmechanik halt Ahnung. Das hilft hin und wieder beim Produzieren.

 

Felix ist ja derzeit in Griechenland unterwegs – wie unterscheidet sich die Szene in Athen zu Berlin?

Natürlich ist die Szene hier in Athen viel kleiner und bietet damit nicht die gleiche musikalische Vielfalt. Dafür bekomme ich hier nochmal ganz andere, spannende Einflüsse. Die Leute sind wirklich toll und offen für Neues. Unser Sound ist hier sehr ungewöhnlich, stößt aber auf gute Resonanz.

 

Was verbindet ihr ganz persönlich mit Berlin? Und was mit Techno?

Felix: Mit Berlin ziemlich viel. Eine Woche nach meinem Abitur bin ich hergezogen. Erste WG, erster Job, meine ersten CDJs.. die meisten Dinge nach meiner Jugend sind in Berlin oder auf Reisen passiert. Eine tolle Stadt. Und doch bin ich froh gerade für ein Jahr weg zu sein.

Daniel: Berlin macht vor allem im Sommer wirklich Spaß und im Winter, ähm, naja – sagen wir mal, vorallem die Leute machen einen Ort aus..

Techno ist für uns ein sehr genereller Begriff, der für eine Musikrichtung in schier unbegrenzter Vielfalt steht. Je nach Wetter und Laune darf es mal langsamer, härter, melodischer oder darker sein. Wichtig sind uns dabei spannende Harmonien, Soundexperimente und Verspieltheit jeglicher Art. Außerdem mögen wir Spannungsverläufe und Arrangements, die ihre Wirkung voll zur Geltung bringen. Und nen groovigen Bass der knallt!

 

Wie arbeitet ihr derzeit gemeinsam an neuen Tracks, trotz der Distanz?

Wir sehen uns relativ regelmäßg. Die Dachterrasse von Felix in Athen inspiriert uns immer sehr. Und was wir in der Zeit nicht hinkriegen, wird dann eben über Dropbox hin und her geschickt. Die unterschiedlichen Einflüsse der verschiedenen Orte machen das Ganze noch spannender.

 

Wie sieht eure Planung so für den Sommer aus – worauf freut ihr euch besonders?

Besonders freuen wir uns auf das Funkloch-Festival auf dem Druiberg mit den Jungs vom Turmverein Mitte August. Zumal wir dort in den Sonnenuntergang hinein spielen, was immer eine besondere Atmosphäre garantiert. Ansonsten haben wir nach einer sehr DJ-intensiven Zeit mal wieder eine verstärkte Produzierphase eingeplant. Gleichzeitig sind wir sehr gespannt auf die Reaktionen zu unseren bereits fertigen Releases, die nur darauf warten das Tageslicht zu erblicken.

 

 

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