Im Interview mit Andreas Henneberg

An diesem Sonntag findet einer der schönsten Open Air Veranstaltungen in Berlin statt. Das Draußen ist’s schöner Open Air Festival kehrt von seinem Gastbesuch auf dem Mit Dir Festival wieder zurück an den Müggelsee im Jugenddorf. Euch erwartet nicht nur eine perfekte Sommerlocation, sondern auch Performances von 10 lokalen Größen aus der Berliner Elektroszene. Wir haben uns vorab mit dem Headliner Andres Henneberg in Verbindung gesetzt und ihm ein paar Fragen zum DJ Lifestyle und zu seiner Person gestellt. Viel Spaß beim Lesen!

 

Hallo Andreas, wir freuen uns schon riesig auf deinen Gig am Sonntag. Wir starten am besten gleich mit der ersten Frage.

Welcher Club war dein erster in Berlin?

Das war noch ganz früher der alte Tresor in der Leipziger Straße. Techno!

Wie kann man sich einen 18 jährigen Andreas Henneberg vorstellen?

Kurze Haare, Raver-Klamotten, keine Ahnung von Nichts und nen damals schon alten Atari mit der ersten Version von Cubase.

Hörst du hauptsächlich elektronische Musik oder gefallen dir noch andere Musik Genres?

Ich höre wahnsinnig viel elektronische Musik. 7 Tage die Woche mindestens 5h täglich. Wenn ich mal garnichts hören muss, bin ich sehr froh darüber. Ansonsten viel von den alten Funk Sachen, Downbeat, Triphop, Dub und auch gern mal etwas Klassik.

Ab welchem Zeitpunkt hast du dich entschieden deine Leidenschaft zum Beruf zu machen ?

Garnicht.. Musik ist für mich kein Beruf. Es ist ein sehr großes Privileg, das ich mit dem was mir Spaß macht, zufällig auch noch genug Kohle verdiene um gut zu leben. Sieht man das als Beruf, verliert man sicher schnell die Kreativität und den Antrieb. Wie wohl bei fast jedem Job…

Spielst du lieber auf Open Air Parties oder im Club?

Naja.. Im Sommer lieber auf Open Airs, im Winter lieber in Clubs. Umgekehrt wärs wohl eher nen Fetisch..

Wer oder was hat dich in deiner Musikkarriere inspiriert?

Gute Frage.. Schon oft gestellt, nie kompetent beantwortet. Ich weiß es nicht! Wirklich nicht…

Auf welchem Festival wolltest du schon immer einmal spielen?

Auf meinem Eigenen.. Irgendwann mal.. Vielleicht..

Mit welchem DJ würdest du gerne B2B auflegen?

Daniel Nitsch!

Wie beginnst du deinen Tag im Studio?

Mit nem großen Kaffee und dem Posteingang.

Welches Equipment nutzt du am meisten beim Auflegen?

3 – 4 Cd Player, nen externes Delay, Kopfhöhrer, ne groooße Playlist.

Wie bereitest du dich auf ein Set vor?

Garnicht! The Crowd is choosing your records..

Welche war deine erste Platte?

Das erste „Megadeth“ Album.. 1990 oder so? Ja richtig.. DeathMetal!

Kannst du uns einen Newcomer für die Technoszene empfehlen?

Hui.. Da gibt´s ja etwa ne halbe Millionen. Ein paar Deutsche sind mir in der letzten Zeit sehr positiv aufgefallen. Compact Grey, Not Ususal, Alec Troniq z.B.

Was nervt dich in der Musikszene am meisten?

Intolleranz!

Welche Situation/Sache/ Erlebnis in deinem Leben macht dich stolz?

Musik machen zu dürfen, ohne dabei von der Sharia verfolgt zu werden.

Was war bisher das größte Kompliment über deine Musik, was du von jemandem bekommen hast?

Der Moment als meine Eltern damals akzeptiert haben, das es nicht nur Spinnerei ist, was ich hier mache.

Wo bist du im Sommer am liebsten?

Im Studio.

An welchem Ort kannst du dich am besten entspannen?

Im Studio.

Was verbindest du mit Draußen ist’s schöner?

Sommer! Im Winter würde wahrscheinlich auch niemand kommen?!

Der Veranstalter und ich, wir kennen uns schon recht lange und ich kann mich noch erinnern, als ich bei einem der ersten DIS Open Airs gespielt habe. Anfang der 2000er Jahre gab es in und um Berlin wahnsinnig viele Open Air Party’s und alle fanden es großartig. Das ist irgendwann eingeschlafen und keiner hatte mehr den Elan die bequeme Stadt mit Ihren Öffie’s zu verlassen um irgendwo in der Pampa auf ner Wiese zu tanzen. Ich freue mich sehr, das die Open Air Kultur so langsam wieder zurück kehrt und finde es extrem wichtig, das es wieder Veranstalter gibt, welche so viel Energie aufwenden um die Leute z.B. raus an den Müggelsee zu ziehen. Berlin braucht so etwas und man darf so etwas ruhig auch mal wertschätzen.

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