Wir haben DJ Emerson ein bisschen interviewen dürfen! Noch besser: Er legt am 22.10. für euch in der Birgit auf.

Eigentlich aus Bayern, spielte er als junger Dude noch in einer Punkband. Vom Bass führt ihn seine musikalische Laufbahn allerdings an die Turntables. Techno-Urgestein Holgi Star holte ihn Ende der 90er Jahre schließlich nach Berlin. Seitdem hat DJ Emerson, aka. Simon Emerson Kidder, sich zur festen Größe im Berliner Nachtleben etabliert. Man erkennt seinen Style vor Allem an einer Vorliebe für harten, bassigen Sound.  „Weil man die Musik so bauen kann, wie man sie haben möchte“, bekommen wir als Antwort auf die Frage nach seiner musikalischen Umorientierung.

Allerdings wuchs er schnell über’s reine Dasein als DJ hinaus, begann ebenfalls als Produzent tätig zu werden und gründete sein eigene Label micro.fon. Hierbei geht er erst richtig auf: Das ständige Dazulernen sowie Arbeiten mit anderen Künstlern geben einem sehr viel, verrät er uns im Interview.

  1. Du legst demnächst im Magdalena und im Birgit&Bier auf. Hast du dort schon das Vergnügen? Wie würdest du die Stimmung beschreiben?

Ja, Magdalena war ich natürlich schon. Der Sound und der ganze Club gefällt mir alles sehr sehr gut, der Club hat auch einen schönen, technoiden Vibe.
Birigt & Bier war ich noch nie, hab‘ bislang aber nur Gutes gehört. Unter Anderem von Holgi, also da freu ich mich auch drauf. Und ich war ja auch schon bei der Bunkerparty im Februar.

  1. Wie siehst du die Berliner Club Kultur generell? Was unterscheidet sie, deinem Eindruck nach, von anderen?

Die Berliner Club Kultur ist generell vielseitiger und spezieller als anderswo. Es gibt einfach so viele Clubs und so viele Leute die nur für’s Feiern leben. Da ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Die Leute haben natürlich auch mehr Ahnung, was allerdings nicht immer nur ein Vorteil ist. Manchmal hat die Crowd  zum Beispiel so viele Vorstellungen und Erwartungen an den DJ, was er alles spielen darf und was nicht, dass die Spontaneität flöten geht.
Man muss dem DJ auch mal vertrauen. Auch, wenn’s in dem Moment nicht genau der Sound ist, den man gerade hören will, sollte man sich darauf einlassen und einfach mal gucken wo die Reise hingeht…
In erster Linie unterscheidet sich die Berliner Club Kultur aber durch die Qualität der Clubs und der Line-Ups von den meisten deutschen Städten. Und es geht natürlich auch etwas länger 😉

  1. Hast du einen Lieblingsclub zum Feiern oder Auflegen?

Ich mag den Arena Club gerne, den Tresor, die Magdalena, die Hammahalle im Sisyphos, das Berghain… ach es gibt so viele tolle Clubs hier in denen es unglaublich Spaß macht aufzulegen.

  1. Wo wir schon bei Berlin sind, wo gibt’s den besten Burger, den du in Berlin je gegessen hast?

Ich bin ja nicht so der Fleischfan. Aber wenn, dann gehe ich zum Burgermeister. Einfach, weil ich die Crew sympathisch finde und die fast immer offen haben wenn ich aus dem Studio komme!
Die Qualität ist unglaublich konstant und gut mit Fleisch aus eigener Produktion. Außerdem liebe ich die Chili Cheese Fries über alles. Meine Freundin sagt aber schon seit ’ner Weile, dass wir unbedingt mal zu Lily Burger müssen.

  1. Musik-technisch gehst du eher auf rauere Beats und wenig drumherum. Was beeinflusst dich in deinem Sound?

Mich beeinflusst alle Musik die ich höre. Nur Melodien gehen mir sehr schnell auf die nerven. Ich mag einfach bissige, warme Sounds und Kickdrums am liebsten. Da geht nichts drüber. Und dreckig und fett muss es klingen. Das war mir bei meinem neuen Album „Repetitive Music“, das im November auf micro.fon rauskommt auch sehr wichtig!

  1. Warum eigentlich DJ? Vielleicht wäre ja auch eine Karriere als Gitarrist drinnen gewesen?

Man entwickelt sich halt musikalisch auch weiter und ich mag das Produzieren von Computermusik einfach lieber, weil ich die genau so bauen kann wie ich sie haben möchte.
Außerdem sind Techno Drums fetter. Im Club nachts kommt für mich sowieso nur Techno in frage. 😉

  1. Du bist auch als Producer tätig. Siehst du dich insgesamt eher hinter dem DJ Pult abfeiern oder im Studio?

Also ich seh‘ eher die Leute vor dem DJ Pult abfeiern. Ich feier‘ mich nicht gerne selber ab… ich finde auch viele Techno DJs nehmen sich viel zu wichtig.
Deshalb stehen für mich klar die Musik und die DJ/Producer Skills im Vordergrund. Früher war ich sicher in erster Linie DJ.
Mittlerweile macht mir das produzieren aber auch unglaublichen Spaß. Vor Allem lernt man ja jeden Tag, den man im Studio sitzt, dazu. Oder wenn man mit anderen Leuten zusammenarbeitet. Das gibt mir inzwischen auch unglaublich viel!

Danke Dir!

Vielen Dank an euch. Ich freue mich auf den 22ten Oktober!


 

DJ Emerson legt auf, bei Birgit ist Techno!

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Die neue LP „Repetitive Music“ erscheint am 14. November 

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