Interview mit Alexander Aurel

Alexander Aurel hat in seiner bisherigen Laufbahn auf Labels wie 8Bit, Heinz Music, Leena Music und auch Terminal M von Monika Kruse veröffentlicht. Vor allem im Frankfurter Raum ist Aurel durch seine Residenz bei Karotte und seinen „As you like it“ Events bekannt. Flexibilität spielt eine große Rolle in den Sets von Alexander Aurel, so gelingt es ihm mühelos unter brennender Sonne über den Dächern der Stadt zu spielen oder Festivals zu rocken als eben auch mit passender Trackauswahl in den Clubs des Landes. Marcus Meinhardt holte Aurel sogar in die HEINZ Familie, welche nun das neue Release des Frankfurters präsentiert. Dabei besticht Alexander nicht nur mit einem wandlungsfähigen Sound, sondern auch mit Stefano Noferini als Remixer. Berlin Ist Techno hat sich mit Alexaner Aurel über seine neue Scheibe „Room 101 EP“, seinen Gig im Watergate und sein Studio unterhalten.

 

Erinnerst du dich noch an den Moment an dem Du elektronische Musik bzw. Techno für Dich entdeckt hast?

Ja, das war 1991 in der Schule. Ein Klassenkamerad hatte mich für die Techno Trax Compilation begeistern können. „James Brown Is Dead“, das war der Titel der mir damals im Ohr geblieben ist.

Und wo hast du dann das erste Mal selbst in Berlin aufgelegt?

Das muss im Pulp Mansion gewesen sein.

 

Dein aktuelles Release auf Heinz Music steht gerade in den Startlöchern, was steckt hinter dem Titel Room 101?

Vor 12 Jahren habe ich Franky bei einem Gig im Airport kennengelernt. Seitdem sind wir befreundet und haben schon unzählige Raves zusammen erlebt. Das er Klarinettenlehrer ist hat uns Musiker irgendwann einmal zusammen in mein Studio geführt und es sind Aufnahmen entstanden. Im Zuge meiner Follow Up EP für Heinz bin ich nach Jahren wieder über die Aufnahmen gestolpert und habe daraus den Titeltrack für die EP produziert. Die Zahl 101 sind unsere beiden Hausnummern addiert.

Wie kam es zu der Auswahl des remixenden Künstlers?

Wir haben lange überlegt wen wir als Remixer für die EP nehmen können. Stefano macht einen super Sound, hat auch schon in der Vergangenheit meine Terminal-M Releases supportet. Da war er klar einer unserer Wunschkandidaten. Zum Glück hatte er Zeit und hat auch fett abgeliefert!

Gibt es bestimmte Tools im Studio auf die Du immer wieder gerne zurückgreifst?

Ich verwende sehr gerne die Plugins von NI, Arturia und Rob Papen.

 

Wie bereitest Du Dich im Allgemeinen auf Deine Sets vor?

Im Prinzip setzte ich mich jedes Mal damit auseinander mit wem ich zusammen im Line-Up gebucht bin und welchen Slot ich spiele. Ich habe schon eine gewisse Bandbreite in meinem Repertoire und bin immer bereit meinen Sound der Situation anzupassen. Am schwierigsten sind allerdings Warm-Up Sets für mich – da muss ich mir viele Gedanken machen was ich wann spiele und überlege mir meinem Aufbau gut. Bei Null anzufangen ist nicht einfach. Man kann sich nur darauf fokussieren was in dem Club funktionieren könnte und muss dann ein gutes Gespür dafür haben was die Leute am besten zum Durchstarten bewegt. Bei jedem anderen Slot habe ich die Chance zu reagieren und mich zu orientieren. Aus dem Grund bin ich gerne schon 1h früher im Club und lasse den Sound auf mich wirken. Es ist schon öfter vorgekommen, dass ich dann anders starte, als ich mir das ursprünglich vorgenommen hatte.

Und wie gehst Du an einen Abend, an dem Du B2B auflegst wie jüngst im Watergate? 

Ich spiele in der Regel nur gerne mit Leuten B2B, deren Sound ich mag und mir sicher bin, dass wir zu einer Einheit werden können! So überlege ich mir, wie mein Partner spielt und versuche entsprechende Stücke parat zu haben, dass wir einen gemeinsamen Flow entwickeln können.

 

Die Festivalsaison neigt sich beinahe dem Ende – was nimmst Du für Impressionen aus dem Sommer mit in die Clubsaison?

Sommer? Also der hat bei uns doch erst letzte Woche begonnen 😉

Was steht bei Dir als nächstes an?

Ein Remix auf Smiley Fingers für meinen Thaibreak-Buddy Gunnar Stiller steht in den Startlöchern und mit Danny Serrano bin ich an einer gemeinsamen EP dran.

Vielen Dank.


 

Schaut bei Alexander vorbei bei

Soundcloud

Facebook

Beatport

Comments

comments