Musik ist gut, wenn sie gut ist. Mit diesem Motto hat sich Agent über die Jahre zu einem spannenden DJ avanciert. Nicht nur dass der in Berlin lebende Musikliebhaber in nahezu allen Teilen der Erde auflegt, darunter China, Korea, USA, Süd Amerika und Europa, nein – Agent veröffentlicht auch auf Labels wie Cocoon, Desolat und Get Physical. Ein Tausendsassa möchte man meinen. Schaut man sich dann die Liste der Clubs an, in welchen der Spezialagent zu finden ist, schließt sich der Kreis. So stehen Kater Blau, Pratersauna Wien, Egg London oder auch Womb Tokyo auf seiner Einsatzliste. Während seines gerade erst kurz zurückliegenden Tourens durch Latein Amerika haben wir mit Agent gesprochen.

Du bist viel auf Tour und gerade für mehrere Wochen in Brasilien. Was hast Du bisher in Brasilien so erlebt?
So einiges, neben den zahlreichen top Clubs wie D-Edge in Sao Paulo, Club88 in Campinas und der Fosfobox in Rio de Janeiro sammelte ich neue Eindrücke an sehr exotischen Orten. Ich war in Foz do Iguacu, eine Stadt im Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay, wo ich mir die  größten zusammenhängende Wasserfälle der Welt angeschaut habe. Ich habe auch eine Woche im Amazonas verbracht und muss sagen die Natur dort ist überwältigend. Ansonsten bin ich ein riesen Fan von local Food, Früchten und Streetlife.

Auch ansonsten bist Du viel in Süd Amerika in Clubs und auf Festivals zu sehen. Welche Gigs sind Dir in bleibender Erinnerung?
Eine besondere und tolle Erfahrung war mein Gig auf dem Rio Negro im Amazonas. Man wird dort mit einem Boot mitten in der Nacht am Rande des schwarzen Flusses abgeholt und zum Club gefahren. Durch die ca 500 tanzenden Leute vibrierte und schaukelte das ganze Clubkonstrukt so stark dass sich ein Boxenturm löste und eine der Box herunterfiel. Danach ging es wieder mit dem Boot auf dem gespenstisch ruhigen Rio Negro zurück in die Zivilisation. Ansonsten ist D-Edge natürlich immer ein Highlight. Die Anlange, das Licht- und Clubkonzept sind sehr beeindruckend und auf höchstem Niveau.

Was unterscheidet das Partyleben in Brasilien und Städten wie Sao Paulo zu Berliner Nächten?
In Berlin kann jeder sehr frei und zu günstigen Preisen feiern. In Brasilien ist alles etwas hedonistischer und anders strukturiert. Es gibt viele Ticketpromoter, VIP Areas und alles ist etwas teurer. Auch wird hier immer sehr schick gefeiert, eine Mischung aus Techno, Rock n Roll und Gothic Fashion. Aber am Ende der Nacht sind alle gleich und feiern hammermässig mit.

Gehst Du Deine Tracklist anders an als für Gigs in Europa?
Bei mir gibt es nie eine vorgefertigte Tracklist, ich lege immer aus dem Bauch raus auf. Ich interagiere spontan mit dem Publikum, teste neue Tracks von mir oder spiele auch mal kulturell wichtige underground classics. So entstehen dann auch immer wieder aufs Neue magische Momente und geben meinen Sets den besonderen Vibe.

Worauf freust Du Dich jetzt nach Deiner Rückkehr am Meisten?
Gerade im Moment freue ich mich unheimlich auf einen guten Döner, auf meine Bude, meine Homies und weniger Chaos auf den Straßen 😉

Du hast Deine Wurzeln im HipHop – welche Scheibe aus golden Age Zeiten würdest Du heute noch gerne mal auf die Teller schmeißen?
Krs one – step into a world , der underground party banger schlechthin

Ein brasilianischer Drink den man auf jeden Fall mal probiert haben sollte?
Natürlich einen Caipirinha. Den gibt es in Brasilien mit frischen Früchten. Mein Tipp: Einen frischen Maracuja Caipi im Sofitel Hotel Rio de Janerio an der Copacabana, am besten Donnerstags Abends da spielt ein DJ rare Grooves und man hat einen tollen Blick auf die Copacabana. Aber vorsicht! Die Caipis knallen gut rein 😉

Was treibst Du in den letzten Monaten des Jahres noch?
Die letzten Monate verbringe ich in Europa. Ich spiele Gigs im Sisyphos in Berlin, im Cocorico in Riccione, im Club Marx in Luxembourg, im Waagenbau in Hamburg, auf einer Bootsparty in Würzburg und in einer Off-Location in München. Ansonsten steht natürlich auch wieder viel Arbeit im Studio an.

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