Über die Stränge schlagen

Alle Verstrahlt. Pupillen wie Teller, leere Gesichter und zuckende Kiefer.

Es ist kein Geheimnis, dass in Berlin viel an legalen, halblegalen oder auch illegalen Drogen konsumiert wird. Viele kommen schließlich auch gerade zum Feiern in die Stadt, denn unser Nachtleben und die Freizügigkeit der Party-Meilen ist weltweit bekannt und beneidet.

Auch Neugier ist etwas sehr menschliches, ein wenig Spannung, ein wenig Nervenkitzel, ein paar Grenzen austesten. Wir suchen den Thrill, den Kick, der uns von der Masse abhebt und unseren Horizont erweitert.

Anstatt alles zu verbieten und zum Teufelszeug zu deklarieren ist es unserer Ansicht nach viel wichtiger, aufzuklären und einen safe druguse zu unterstützen.  Trotz Allem ist dennoch ein wenig Achtsamkeit geboten, da auch schnell mal was ganz tief in die Hose gehen kann. Aus diesem Grund haben wir ein paar Hinweise für sicheren „Verbrauch“ und generelle Infos für alle Neugierigen und jene, deren Hose bereits leiden musste.

Information is Key

Wenn ihr ballern wollt, solltet ihr euch am besten zwei mal Rückversichern. Wenn ihr schon eine Vertrauensperson in diesem Bereich habt, umso besser. Weitere Möglichkeiten für Zusammensetzung und Wirkungen sowie Nebenwirkungen liefern einschlägige Portale wie drug-infopool.de oder eine neu gelaunchte Drug-Checking App unter knowdrugs.info

Woher kommt der Stoff?

Einen Dealer des Vertrauens zu haben ist auf lange Sicht sehr empfehlenswert. Von unbekannten Personen solltet ihr auf Partys oder auf der Straße keine Pillen oder Pulverchen annehmen, schon gar nicht, wenn ihr selber null Ahnung habt. Und dass man am Görli, Kotti oder der Warschauerstraße den netten Kerlen, die einen immer so sympathisch fragen, ob man was braucht und wies einem geht nichts abkauft ist euch hoffentlich allen bewusst. 😉

Tripsitter 

Es sollte immer mindestens 1 Person in eurer Gruppe geben, die noch klar bei Verstand ist. Tripsitter werfen ein Auge auf die verstrahlten Leute. Im Falle eines Falles können sie eingreifen wenn ihr irgendwo auf dem Boden liegt, euch bei einem schlechten Trip beruhigen oder Wasser besorgen. Niemals alleine irgendwas einschmeißen, womit ihr euch nicht auskennt.

Keine Cocktails 

Wo wir gerade bei nicht auskennen sind: Ihr solltet möglichst keine konträren Drogen oder am besten generell nicht mischen. Die Wirkungen können sich gegenseitig verstärken, verändern oder aufheben. Alkohol ist nie ein guter Partner für andere Substanzen, entweder bechern oder ballern. Mischen kann oft zu schlechten Trips führen. Gefährlich kann es auch werden, wenn das Einsetzen der Wirkung sich verzögert und man ständig nachschmeißt. Wenn dann alles zusammen knallt, ist das eher weniger angenehm und schon gar nicht gesund für euch.

Hydriert bleiben, Kaugummi dabei haben

Die goldene Regel für euch ist hydriert bleiben. In die meisten Clubs darf man leere Plastikflaschen mit rein nehmen, dann seid ihr immer mit der durchsichtigen Zauberflüssigkeit versorgt. Ihr werdet es euch selbst danken, wenn ihr immer ausreichend Wasser trink. Vermeidet Kopfschmerzen und das Austrocknen von Mund und Nase. Dehydration ist so oder so schon eine unschöne Angelegenheit und in Verbindung mit psychoaktivem Rausch doppelt und dreifach unschön. Vom austesten raten wir in diesem Falle ab.

Comments

comments